Liebe Kinder, liebe Eltern ...
Unsere abenteuerliche Reise in den fernen Orient startet diesmal direkt am grossen Bahnhof von Moskau, der Hauptstadt Russlands. In dieser Stadt leben sehr viele Menschen und aus diesem Grund ist hier wohl auch der Bahnhof ein solch grosses Gebäude. Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht verirren und das richtige „Perron“ finden, damit wir unseren Zug nicht verpassen. Wir möchten nämlich mit der längsten Eisenbahn der Welt, der Transsibirischen Eisenbahn, von Moskau Richtung Osten bis nach Asien fahren.
Diese Reise führt uns quer durch ganz Russland und wird gleich
mehrere Tage und Nächte dauern. Zum Glück hält der Zug immer wieder an
verschiedenen Bahnhöfen an und in der Zugsmitte gibt es einen
Speisewagen in dem köstliche Gerichte zubereitet und serviert werden.
Der Kontrolleur kommt auf uns zu und bittet uns, unsere Fahrscheine
vorzuweisen. Wir teilen ihm mit, dass wir nicht bis zur Endstation
„Pazifischer Ozean“ fahren sondern bereits an der Haltestelle
„Baikalsee“ aussteigen werden.
Nach 4 Tagen und 4 Nächten im Zug ist es endlich soweit: Aus
dem Lautsprecher im Zug erklingt eine freundliche Stimme „Nächster Halt
Bahnhof Baikalsee. Alle reisenden Gäste die zum Baikalsee möchten werden
gebeten hier auszusteigen. Das Zugteam wünscht Ihnen einen angenehmen
Aufenthalt. . .“
Wir steigen aus dem Zug und laufen entlang des Baikalsees
Richtung Mongolei. Der Baikalsee ist ein unglaublich tiefer See, der im
Herzen Asiens liegt. Einige Fische können wir vom Seerand aus sehen,
jedoch ist es unmöglich den Boden des Sees von blossem Auge zu erkennen.
Auf unserer Reise durch das Land „Mongolei“ begegnen wir, nach dem wir
lange überhaupt keine Menschen gesehen haben, einigen Bauern, die
eigenartige Rinder besitzen. Diese Rinder hören auf den Namen „Yak“ und
sehen etwas zotteliger aus, als ihre Verwandten in der Schweiz. Die
Bauern geben uns zur Stärkung ein Glas Milch zu trinken, das von einem
ihrer „Yaks“ stammt. Wir bedanken und verabschieden uns von den Bauern
und möchten nun weiter nach Indien wandern. In Indien steht angeblich
ein schneeweisser Palast – das „Taj Mahal“, das wir unbedingt besuchen
möchten. Also wandern wir immer weiter Richtung Süden, gegen die
schweisstreibende und heisse Sonne – doch was ist das? Es scheint, als
ob uns am Horizont eine riesige meterhohe Mauer aus Steinen und Lehm den
Weg versperrt. Wer hat diese Mauer wohl erbaut und zu welchem Zweck
wurde sie wohl erstellt? In weiter Ferne sehen wir ein grosses Tor,
durch das wir möglicherweise auf die andere Seite der Mauer gelangen
könnten. Wir marschieren auf das Tor zu und als wir dort angelangt sind,
begrüsst uns ein freundlicher Chinese und erklärt uns, dass diese
gigantische Mauer einst von grossen Kaisern zum Schutze des chinesischen
Volks erbaut worden ist. Der Chinese prüft uns und sieht, dass wir
keine Waffen besitzen und somit keine Gefahr darstellen. Und als wir ihm
von unseren Absichten berichten nach Indien zu reisen, lässt er uns
passieren.
Unsere anstrengende Reise führt uns schliesslich in das Land,
wo angeblich der weisse Palast – das „Taj Mahal“ stehen soll. Wir sind
in Indien angelangt. In einem kleinen Dorf fragen wir nach dem Weg zum
„Taj Mahal“ und machen uns auf, die letzte Etappe unserer Reise in
Angriff zu nehmen. Nach drei Tagen erreichen wir schliesslich den
weissen Palast. Vor unseren Augen steht das „Taj Mahal“, schöner als wir
es uns je zu erträumen gewagt hätten. Die Sonne erleuchtet das aus
weissem Marmor gefertigte prunkvolle Gebäude so hell, dass uns dessen
Anblick blendet. Welch’ reicher König wohnt wohl in diesem Palast. Wir
betreten den Hof. Doch es ist still – weder Hofdiener, Ritter noch
Bauern finden wir im grünen Garten des Palastes. Auf einem goldenen
Schild lesen wir, dass hier in diesem Palast die einstige Königin
„Mumtaz Mahal“ ruht, die schon vor vielen Jahrhunderten verstorben ist.
Also handelt es sich eigentlich gar nicht um einen Königspalast, sondern
um eine riesige Gedenkstätte. Welch’ grosse Königin muss diese „Mumtaz
Mahal“ wohl zu Lebzeiten gewesen sein, wenn ihr ein solches Denkmal
erbaut worden ist? Beeindruckt von all diesen Erlebnissen machen wir uns
langsam auf den Weg nach Neu-Delhi – der Hauptstadt Indiens – um von
dort aus mit dem Flugzeug zurück nach Bern Belpmoos zu fliegen.
Welche Abenteuer werden wohl Papagallo & Gollo auf dem Kontinent Asien erleben?